Risikofaktoren überprüfen
Manche Gesundheitsprobleme, die sich nachteilig auf die Blutgefäße auswirken, erhöhen vermutlich auch das Risiko für die beiden häufigsten Demenzformen (Alzheimer- und vaskuläre Demenz). Das gilt vor allem für erhöhte Homocysteinwerte, Bluthochdruck und einen hohen Cholesterinspiegel. Überprüfen Sie daher mit Hilfe Ihres Arztes, inwieweit Sie von den genannten Problemen betroffen sind, und entwickeln Sie mit ihm ein individuelles Vorsorgeprogramm.
Das Gedächtnis und seinen Körper aktiv halten
Wissenschaftliche Untersuchungen belegen, dass geistig und körperlich rege Menschen seltener an Alzheimer-Demenz erkranken. Entsprechende Aktivitäten beeinflussen nicht nur die bereits erwähnten Risikofaktoren, vermutlich erhalten sie auch Struktur und Funktion des Gehirns. Nutzen Sie daher in Ihrem Alltag möglichst viele Gelegenheiten zu Bewegung und geistiger Herausforderung. Laufen Sie Treppen, statt Fahrstühle zu benutzen. Gehen Sie zu Fuß oder nehmen Sie Ihr Fahrrad, wenn die Wegstrecke nicht ein Kraftfahrzeug erfordert. Genießen Sie Gartenarbeit und benutzen Sie Hausarbeit zur Förderung Ihrer Beweglichkeit. Lesen Sie anspruchsvollere Texte, suchen Sie die Diskussion mit anderen Menschen, wagen Sie Neues oder lösen Sie kniffelige Rätsel.
Eher schädlich fürs Gehirn sind alle Routinetätigkeiten, wie Fernsehen oder Kreuzworträtsellösen.
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Es gibt zwar keine Diät,
aber eine fett- und kalorienreiche Ernährung erhöht sowohl das Risiko für die Alzheimer-Demenz. Wenn Ihre Cholesterinwerte zu hoch sind, sollten Sie daher – neben einer eventuellen medikamentösen Behandlung und ausreichender Bewegung – auf eine angemessene fettarme Ernährung achten. Sorgen Sie für eine an Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 reiche Nahrung, wenn Sie zu denjenigen fünf bis zehn Prozent der Bevölkerung gehören, die zuviel Homocystein im Blut haben. Besonders reich an Folsäure sind beispielsweise Spinat, Broccoli, Rosen-, Grün- und Blumenkohl, Eigelb, Spargel, Tomaten, Roggenvollkorn, Weizenkeime, Hefe und Leber. Ihren Vitamin B-Bedarf decken Sie mit Bananen, Kirschen, Hülsenfrüchten, Fleisch, Leber, Fisch, Milch und Milchprodukten, Vollkornprodukten und Bierhefe. Vitamin B12 kommt besonders in tierischen Nahrungsmitteln vor (Leber, Muskelfleisch, Milch und Eier). Weitere möglicherweise demenzvorbeugende diätetische Maßnahmen sind regelmäßige Fischspeisen und die Einnahme von Anti-Oxidantien (Vitamine E und C, Provitamin A).
Behandlung
Sollten sich trotz intensiver Vorbeugung dennoch Zeichen einer Demenz ankündigen, empfiehlt es sich, möglichst bald einen Arzt aufzusuchen. Diesem stehen moderne antidementiv wirkende Arzneimittel zur Verfügung, die gerade bei frühem Einsatz geistige Leistungsfähigkeit und Lebensqualität nachweislich länger erhalten können.
Lesen Sie hier z.B. mehr zum Thema Behandlung.
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