Erste Warnzeichen
Das amerikanische National Institute on Aging hat sieben Warnzeichen formuliert, die auf eine beginnende Alzheimer Krankheit hinweisen können und welche die Menschen in der nahen Umgebung veranlassen sollten, ärztlichen Rat einzuholen:
- Der Proband wiederholt immer wieder die gleiche Frage.
- Der Proband erzählt immer wieder die gleiche kurze Geschichte.
- Der Proband weiß nicht mehr, wie bestimmte alltägliche Verrichtungen wie Kochen, Kartenspiel, Handhabung der TV-Fernbedienung gehen.
- Der Proband hat den sicheren Umgang mit Geld, Überweisungen, Rechnungen und ähnlichem verloren.
- Der Proband findet viele Gegenstände nicht mehr oder er legt sie an ungewöhnliche Plätze (unabsichtliches Verstecken) und verdächtigt andere Personen, den vermissten Gegenstand weggenommen zu haben.
- Der Proband vernachlässigt anhaltend sein Äußeres, bestreitet dies aber.
- Der Proband antwortet auf Fragen, indem er die ihm gestellte Frage wiederholt.
Ausschlussverfahren
Noch immer ist es sehr schwierig, eine Erkrankung exakt nachzuweisen. Viele Untersuchungsverfahren richten sich deshalb danach, andere Erkrankungen auszuschließen und damit die Diagnose nach und nach zu festigen. Eine ausführliche Erhebung der Vorgeschichte der Krankheit und neuropsychologische Tests geben oft bereits brauchbare Hinweise auf die Erkrankung.
Bildgebende Verfahren
wie etwa die Computertomografie (Schichtbildaufnahmen mit Röntgenstrahlen, CT) oder Kernspintomografie (Messung der Gehirnstrukturen mit einem Magnetfeld, MRT) können den für Alzheimer typischen Gehirnabbau darstellen. Doch auch wenn die Aufnahmen Veränderungen zeigen, ist das noch kein Beweis. Denn die Gehirne der Menschen sind individuell sehr unterschiedlich. Der eine weist zwar große Lücken in der Gehirnsubstanz auf – trotzdem ist er gesund und lebt ganz normal. Ein anderer hat bereits mit kleineren Lücken die entsprechenden Symptome.
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Liquortests
Etwas aussagefähiger sind Liquortests mit Lumbalpunktion, also die Untersuchung des Hirn- und Nervenwassers aus der Wirbelsäule. Im Labor kann man in der entnommenen Flüssigkeit unterschiedliche Eiweißfragmente identifizieren, die von den Plaques im Gehirn stammen. Hier kommt es darauf an, in welchem Verhältnis sie zueinanderstehen.
Anfärbung der Plaques
Ein echter Durchbruch in der Diagnose ist die Anfärbung der Plaques durch eine Substanz, die der Arzt dem Patienten in den Arm injiziert. Mit einer Positronen-Emissionstomografie (PET), einem bildgebenden Verfahren, lassen sich die angefärbten Plaques dann eindeutig darstellen. Dadurch können die Ablagerungen so gesehen werden, wie sie früher erst nach dem Tod des Patienten der Pathologe entdeckt werden konnten. Noch ist die Methode mit 500 bis 1000 US-Dollar teuer und steht in Deutschland erst in ein bis zwei Jahren zur Verfügung.
Jeder Betroffene ist anders
Die Symptome sind nicht bei jedem Patienten völlig gleich. Sie hängen in gewissen Grenzen vom Ausmaß und von der Ausbreitung der Veränderungen im Gehirn ab, werden aber auch beeinflusst durch:
- Persönlichkeit
- Bildungsniveau
- Lebensumstände
- körperliche Verfassung
Informationsmangel
Eines der Hauptprobleme im Umgang mit den Patienten ist der Informationsmangel resp. die Unkenntnis / Unerfahrenheit, wie man dem erkrankten Familienmitglied begegnen soll. Aber mancher von uns spürt auch im Vorfeld selbst, dass sein Gedächtnis in Besorgnis erregendem Ausmaß nachlässt. Informieren Sie sich deshalb hier über das Krankheitsbild "Alzheimer" und die modernen Therapiemöglichkeiten.
Lesen Sie hier z.B. mehr zur Vorbeugung.
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