05.12.2008

Versorgungsforschung für demenziell erkrankte Menschen

Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE)

Die Bundesministerin für Bildung und Forschung hat zur Stärkung der Demenzforschung das "Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen" (DZNE) - Helmholtz-Zentrum Bonn - ins Leben gerufen, das in wenigen Wochen offiziell gegründet wird. Am 11. und 12. Dezember 2008 findet im World Conference Center Bonn das Eröffnungssymposium statt.

Bei diesem neuen Helmholtz-Zentrum steht translationale Forschung im Mittelpunkt. Das Zentrum wird der Erforschung der Krankheitsursachen, der Diagnostik und Therapie und der Versorgung und Pflege bei Demenzen neue Impulse geben.

Die Versorgungsforschung soll dabei bessere und effizientere Modelle für die medizinische Behandlung, die Pflege und die Betreuung von Demenzkranken entwicklen. Sie soll auch zu einem größeren Verständnis für Demenzerkrankungen beitragen. Daher hat die Gründungskommission des DZNE ein internationales Symposium zur Versorgungs- und Pflegeforschung bei Demenzen initiiert.

Das Symposium richtet sich an Forscher und andere Professionelle, die für demenziell erkrankte Menschen tätig sind. Neben englischsprachigen werden auch Symposien in deutscher Sprache angeboten.

Gründungsdirektor für das DZNE wird Professor Pierluigi Nicotera. Der 52-jährige Italiener wechselt dazu von der englischen Universität Leicester nach Bonn. Auf dem Venusberg soll das nationale Zentrum gebaut werden, das Demenz-Erkrankungen erforscht. 60 Millionen Euro jährlich sollen in das bundesweit vernetzte Zentrum fließen.

Nicotera erforscht Mechanismen, die zur Schädigung von Nervenzellen führen und auch bei Demenzerkrankungen eine wichtige Rolle spielen. Er arbeitete am renommierten Karolinska-Institut in Stockholm, dann an der Universität Konstanz und leitet seit dem Jahr 2001 die Toxikologie in Leicester.

Zurück