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30.10.2008
Wyeth: Bapineuzumab und ACC-001 neue Therapieoptionen bei AlzheimerNach den bisherigen Studienergebnissen sind Substanzen wie Bapineuzumab und ACC-001 aus der Gruppe der Immuntherapeutika besonders bedeutend.Morbus Alzheimer stellt angesichts der demographischen Entwicklung eine der größten medizinischen Herausforderungen überhaupt dar: Rund 700.000 Menschen leiden allein in Deutschland an der neurodegenerativen Erkrankung, die bis heute unheilbar ist, und jedes Jahr werden ca. 120.000 Neuerkrankungen diagnostiziert.Professor Dr. Michael Heneka vom Universitätsklinikum Bonn wies in diesem Zusammenhang auf die Bedeutung der Amyloid-Hypothese für die Demenzforschung hin. Der Wirkansatz basiert auf dieser Hypothese, die davon ausgeht, dass ß-Amyloid als wesentlicher Bestandteil der neuritischen Plaques ursächlich an der Entstehung des M. Alzheimer beteiligt ist. Nach den bisherigen Studienergebnissen sind Substanzen wie Bapineuzumab und ACC-001 aus der Gruppe der Immuntherapeutika besonders bedeutend. Mit ACC-001 wird ein Aβ-Fragment entwickelt, das an ein Trägerprotein gebunden ist. Der therapeutische Impfstoff induziert die Bildung von Antikörpern gegen das Aβ-Peptid im Gehirn von Alzheimer-Patienten, mithilfe derer Aβ entfernt, vorhandene Plaques abgebaut und die Entstehung neuer Plaques gehemmt werden kann. In Tierversuchen ließ sich eine deutliche Reduktion der Plaques nach Gabe von ACC-001 beobachten, die mit einer Steigerung der Gedächtnisleistung der Versuchstiere einherging. Für einzelne Patienten, die die Vorgängersubstanz von ACC-001 erhalten hatten, war ebenfalls eine Reduktion der Plaques im Gehirn nachweisbar. Aktuell befindet sich ACC-001 in Phase II der klinischen Prüfung. Bapineuzumab ist der erste humane monoklonale Antikörper, der sich in einem fortgeschrittenen Prüfungsstadium befindet und als eine potenzielle Behandlungsmöglichkeit des M. Alzheimer angesehen wird. In Tierversuchen mit der nicht humanisierten Maus-Version von Bapineuzumab wurde nachgewiesen, dass das Präparat ß-Amyloid aus dem Gehirn entfernt. Die Ergebnisse der Phase-II-Studie zeigten, dass Bapineuzumab bei Alzheimer-Patienten mit milder bis mittelschwerer Demenz allgemein sicher ist und gut vertragen wird. Darüber hinaus ergaben sich erste Hinweise auf eine klinische Wirksamkeit. „Der klinisch signifikante Nutzen von Bapineuzumab, der bei Nicht-Trägern des ApoE4-Allels in der Phase II beobachtet wurde, ist zwar unerwartet, rechtfertigt aber die weitere Prüfung von Bapineuzumab in den laufenden Phase-III-Studien bei Trägern des ApoE4-Allels und Nicht-Trägern des ApoE4-Allels“, so Professor Heneka, „Grund¬sätzlich muss es das Bestreben der Forschung sein, solche zielgerichteten Ansätze zu entwickeln, um Morbus Alzheimer in Zukunft stark zu verzögern oder besser noch zu verhindern.“ Aufgrund des hohen medizinischen Bedarfs und der großen Bedeutung hat die US-amerikanische Zulassungsbehörde FDA (Food and Drug Administration) Bapineuzumab den „Fast Track“-Status erteilt. Quelle: Wyeth Zurück |
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