Gingko
In den USA wurde eine große doppeltblinde Langzeit-Studie (GEM Studie) durchgeführt, die klären sollte, ob Ginkgo effektiv zur Prävention von Alzheimer eingesetzt werden kann. Die im Jahr 2008 veröffentlichten Resultate ergaben keinen signifikanten Unterschied zwischen dem Ginkgo Präparat (2x täglich 120mg) und Placebo - während in der Placebo Gruppe 246 Personen eine Demenz entwickelten, waren es in der Ginkgo Gruppe 277 Personen.
Nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAR´s)
Es gibt die wissenschaftliche Feststellung, dass Rheumapatienten ein reduziertes Risiko haben, Alzheimer zu entwickeln. Das könnte möglicherweise an deren Behandlung mit Ibuprofen liegen.
Beim Menschen liegen jedoch bisher keine Daten aus randomisierten Doppelblind-Studien vor, die eine gesicherte Wirkungsweise von Ibuprofen und anderen nichtsteroidalen Antirheumatika aufzeigen. Aufgrund der nicht unerheblichen Nebenwirkungen, die bei einer dauerhaften prophylaktischen Einnahme von Ibuprofen zu erwarten sind, wird von einer unkontrollieren Einnahme abgeraten. Die zur möglichen Prävention der Alzheimer-Krankheit notwendigen Dosen an nichtsteroidalen Antirheumatika sind erheblich höher, als zur normalen Schmerzbehandlung. Die nichtsteroidalen Antirheumatika stehen in Verdacht kardiovaskuläre Probleme hervorzurufen, wenn sie auf Dauer und in hohen Dosen eingenommen werden.
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Nootropika
Soweit man heute weiß, greifen einige Medikamente in den Energiestoffwechsel oder in Reparaturvorgänge im Gehirn ein oder schützen Nervenzellen vor einer Schädigung. Die Wirksamkeit dieser Arzneimittel, die in ihrer Gesamtheit als Nootropika genannt werden, wird allerdings in Fachkreisen sehr kontrovers diskutiert.
Antihistaminikum Dimebon
Dimebon ist ein oral verabreichtes, vormals in Russland zugelassenes Antihistaminikum, das letztendlich aus kommerziellen Gründen vom Markt genommen wurde, als jüngere Antihistaminika-Versionen verfügbar wurden.
Dimebon wird zur Zeit nirgendwo vertrieben. Das Medikament wurde nachträglich auf seine Fähigkeit hin untersucht, andere neurologische Signalwege zu blockieren. Die beiden amerikanischen Pharmafirmen Pfizer und Medivation haben eine Vereinbarung getroffen, um gemeinsam Dimebon als Medikament bei Alzheimer zu entwickeln und zu vermarkten.
Informationsmangel
Eines der Hauptprobleme im Umgang mit den Patienten ist der Informationsmangel resp. die Unkenntnis / Unerfahrenheit, wie man dem erkrankten Familienmitglied begegnen soll. Aber mancher von uns spürt auch im Vorfeld selbst, dass sein Gedächtnis in Besorgnis erregendem Ausmaß nachlässt. Informieren Sie sich deshalb hier über das Krankheitsbild "Alzheimer" und die modernen Therapiemöglichkeiten.
Informieren Sie sich hier über neue Arzneien, die sich jedoch erst noch im Zulassungsverfahren befinden.
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