Nichtmedikamentöse Maßnahmen
Die Behandlung umfasst auch nichtmedikamentöse Maßnahmen, die zum Ziel haben, die Situation des Patienten, seiner Angehörigen und Betreuer zu verbessern. Besonders wichtig ist es, vorhandene Fähigkeiten des Betroffenen zu fördern und Begleiterscheinungen der Krankheit zu lindern. Kranke, ihre Angehörigen und Betreuer können von Maßnahmen enorm profitieren, die vorhandene Leistungsreserven und die Einbindung des Betroffenen in sein soziales Umfeld fördern.
Grund- und Begleiterkrankungen
Häufig liegt bei den Patienten eine Kombination mit weiteren Demenzformen vor, insbesondere mit Durchblutungsstörungen des Gehirns. Solche Erkrankungen können die Krankheit verschlechtern oder komplizieren. Daher kommt der Behandlung solcher Grund- und Begleiterkrankungen eine große Bedeutung zu. Dazu gehören beispielsweise eine Herzschwäche oder Herzrhythmusstörungen, Bluthochdruck, eine Zuckerkrankheit oder eine Depression.
Medikamente
Neuere Medikamente sind in der Lage, die geistige Leistungsfähigkeit von Patienten zumindest über einen bestimmten Zeitraum zu stabilisieren oder zu bessern. Dazu zählen so genannte Acetylcholinesterase-Blocker (z. B. Donepezil, Galantamin und Rivastigmin) und ein so genannter NMDA-Antagonist (Memantine).
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Unspezifisches Gedächtnistraining
AD-Kranke verlieren zunächst vor allem die Fähigkeit zur Speicherung neuerer Informationen. Ein reines Gedächtnistraining ("Hirnjogging") hat daher leider keinen Erfolg. Im Gegenteil: Solche Übungen führen den Patienten immer wieder ihre Mängel vor Augen, sie enttäuschen oder verärgern sie.
Im Rahmen eines unspezifischen Gedächtnistrainings lernt der Erkrankte, wie er z. B. durch Merkzettel, Notizbuch, Kalender, aufgestellte Gegenstände etc. mit seinem nachlassenden Gedächtnis umgehen kann. Auch das Training des Bilder- und Sprachgedächtnisses oder die Verknüpfung zwischen Namen und Gesichtern oder Gegenständen und Orten ist wirksam und steigert die geistige Aktivierung.
Informationsmangel
Eines der Hauptprobleme im Umgang mit den Patienten ist der Informationsmangel resp. die Unkenntnis / Unerfahrenheit, wie man dem erkrankten Familienmitglied begegnen soll. Aber mancher von uns spürt auch im Vorfeld selbst, dass sein Gedächtnis in Besorgnis erregendem Ausmaß nachlässt. Informieren Sie sich deshalb hier über das Krankheitsbild "Alzheimer" und die modernen Therapiemöglichkeiten.
Lesen Sie hier mehr über die Acetylcholinesterase-Blocker.
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